Stichpunkte
1. Die Andacht zu Lk 18,9-14
Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. (Lk 18,9-14)
- Vier unterschiedliche Arten von Sünden -
1. Die Sünde der Bilanzierung
2. Die Sünde des Vergleichens
3. Die Sünde des Irdischen
4. Die Sünde des Hochmutes
2. Sechzehn biblische Grundaussagen zur Sünde
1. Sünde ist Verfehlung des Zieles
Das griechische Wort für Sünde lautet ἁμαρτία – hamartia und heißt soviel wie: Verfehlung des Zieles
2. Die Sünde ist die anthropologische Grundbestimmung des Menschen
Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Röm (3,22-24)
3. Die Sünde kommt vom Teufel
Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1.Joh 3,8)
4. Die Sünde betrügt
Seht zu, liebe Brüder, dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott; sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde. (Hebr 3,12-13)
5. Die Sünde wird verleugnet
Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. (1. Joh 1,8-9)
6. Die Sünde wird häufig nicht erkannt
Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden! (Ps 19,13)
7. Die Sünde hält den Segen Gottes zurück
Eure Sünden halten das Gute von euch fern. (Jer 5,25)
8. Sünde ist Sünde; Quantität spielt vor Gott keine Rolle
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen.« 28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. (Mt 5,27-28)
9. Die Sünde ist eine Macht
Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. (Rm 7,18-20)
10. Das Endergebnis der Sünde ist der Tod
Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. (Rm 5,12)
11. Kein Mensch kann sich selbst von Sünde reinigen
Wenn du dich auch mit Lauge wüschest und nähmest viel Seife dazu, so bleibt doch der Schmutz deiner Schuld vor mir, spricht Gott der Herr. (Jer 2,22)
12. Gegen die Macht der Sünde hilft nur Jesus Christus
Der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus unserem Herrn. (Röm 6,23)
13. Das Wort Gottes bewahrt vor Sünde
Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider dich sündige. (Ps 119,11)
14. Die Furcht des Herrn hält von Sünde ab
Durch die Furcht des Herrn meidet man das Böse. (Spr 16,6)
15. Der Heilige Geist überführt den Menschen (über das Wort) der Sünde
Wenn der Tröster kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht. (Joh 16,8)
16. Das Heilmittel gegen die Sünde ist das Blut Jesu
Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. (1.Joh 1,7)
3. Der Text: Jona 3,1-10
Es geschah das Wort des Herrn zum zweiten Mal zu Jona: Mach dich auf, geh in die große Stadt Ninive und predige ihr, was ich dir sage! Da machte sich Jona auf und ging hin nach Ninive, wie der Herr gesagt hatte. Ninive aber war eine große Stadt vor Gott, drei Tagereisen groß. Und als Jona anfing, in die Stadt hineinzugehen, und eine Tagereise weit gekommen war, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so
wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle, Groß und Klein, den Sack zur Buße an. Und als das vor den König von Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche und ließ ausrufen und sagen in Ninive als Befehl des Königs und seiner Gewaltigen: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe Nahrung zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen; und sie sollen sich in den Sack hüllen, Menschen und Vieh, und zu Gott rufen mit Macht. Und ein jeder bekehre sich von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände! Wer weiß? Vielleicht lässt Gott es sich gereuen und wendet sich ab von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben. Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat';s nicht. (Jona 3,1-10)
4. Die Auslegung von Jona 3,1-10: Vom Loskommen von Sünde - eine Geschichte der Buße
1. Eine Stadt tut Buße
2. Ein Politiker tut Buße
3. Ein Mann Gottes tut Buße