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Glaube

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Mi 24. Juni 2026 - 19:30
Olaf Latzel

Stichpunkte

1. Andacht zu 1.Petr 1,6-9


Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit. (1.Petr 1,6-9)


- Die Schwierigkeiten des Glaubens -


1. Die Schwierigkeit der Nichtsichtbarkeit
2. Die Schwierigkeit der Anfechtung
3. Die Schwierigkeit des Zielverlustes


2. Zwölf biblische Erkenntnisse zum Glauben

1. Glaube ist ein Geschenk Gottes
Niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den Heiligen Geist. (1.Kor 12,3)
Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen. (Eph 2,8-10)

2. Glaube als einzige mögliche Existenzweise
Glaubt ihr nicht so bleibt ihr nicht. (Jes 7,9)
Jesus Christus sagt: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen. (Joh 5,24)

3. Glaube allein macht gerecht vor Gott
Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« (Rm 1,16-17)
Der Mensch wird gerecht, ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. (Rm 3,28)

4. Glaube allein bewahrt vor dem Zorn Gottes
Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. (Mk 16,15-16)
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes wird über ihm sein. (Joh 3,36)

5. Glaube und gute Werke gehören zusammen
Laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und der Wahrheit. (1.Joh 3,18)
Was hilft's, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung und an der täglichen Nahrung und jemand unter euch spräche zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gäbet ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat - was könnte ihnen das helfen? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. (Jak 2,14-17)

6. Glaube macht fröhlich
Nicht das wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude, denn ihr steht im Glauben. (2.Kor 1,24)
Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue. (Gal 5,22)

7. Glaube macht gesund
Jesus sprach zu ihr: meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage. (Mk 5,34)
Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. (Jak 5,14-16)

8. Glaube steht in der Gefahr des Fallens
Den Glauben und das gute Gewissen haben einige von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten. Unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie in Zucht genommen werden und nicht mehr lästern. (1.Tim 1,19-20)
Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen. Aber du, Gottesmensch, fliehe das! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist. (1.Tim 6,10-12)

9. Glaube wird durch das Wort Gottes gestärkt
So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi. (Rm 10,17)
Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. (Eph 6,16-17)

10. Glaube wird durch die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen gestärkt
Sie aber blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen. (Apg 2,42-46)
Verlaßt nicht die Versammlungen. (Hebr 10,25)

11. Glaube ist immer auch ein Geheimnis
Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. (1.Tim 3,16)
Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1.Kor 13,12)

12. Der Glaube macht einen zum Glaubensgehilfen
Jesus sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. (Mk 16,15-16)
Nicht das wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude, denn ihr steht im Glauben. (2.Kor 1,24)


3. Was wahrer Glaube ist

Frage 21 des Heidelberger Katechismus: Was ist wahrer Glaube?

Antwort: Es ist nicht allein eine gewisse Erkenntnis, durch die ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbaret hat, sondern auch ein herzliches Vertrauen, welches der Heilige Geist durchs Evangelium in mir wirkt, daß nicht allein anderen, sondern auch mir Vergebung der Sünden, ewige Gerechtigkeit und Seligkeit von Gott geschenkt sei aus lauter Gnaden, allein um des Verdiensts Christi willen.

1. Glaube ist erstens ein Wissen um die Heilstatsachen
2. Glaube ist zweitens ein Fürwahrhalten
2. Glaube ist drittens ein Vertrauen auf dieses Wissen, das es mir gilt
3. Glaube ist viertens Wirken Gottes durch den Heiligen Geist


4. Die Wortbetrachtung zu Lk 10,38-42

Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden. (Lk 10,38-42)


- Drei Kardinalfehler im Glauben - (Der, Die, Das) -

1. Der Mangel an Zeit zum Hören auf das Wort Gottes
2. Die Kritik am Nächsten
3. Das Sorgen um die eigene Existenz

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